Schwäbische Auto - Technik Tipp

Versicherungen

Auch bei Versicherungen können Internet-Vergleichsportale dem Kunden zu einer besseren Orientierung verhelfen. Der Tarifdschungel und die Höhe der Prämien werden deutlicher. Foto: Arne Dedert
Ohne Kfz-Versicherung gibt es keine Zulassung für das Auto. Daher müssen sich alle Autofahrer mit der Wahl der richtigen Versicherung für ihre Zwecke auseinandersetzen.

Der Anbieter beispielsweise kann gewählt werden. Und wer sich hier regelmäßig umschaut, kann durchaus eine Menge Geld sparen. Denn jedes Jahr bringen die Versicherungen im Herbst neue Tarife auf den Markt.

Noch bis zum 30. November können Wechselwillige in der Regel ihre Verträge kündigen und sich eine neue Versicherung suchen.

Gerade in diesen Wochen werben deshalb zahlreiche Anbieter mit günstigen Konditionen.

Um so wichtiger ist es zu wissen, welche Policen unbedingt notwendig sind und auf welche man als Autofahrer auch verzichten könnte.

Gesetzlich vorgeschrieben ist für jeden die Kfz-Haftpflichtversicherung. Sie deckt Sachoder Personenschäden ab, die der Autofahrer im Straßenverkehr anderen Menschen zufügt. Die sogenannten Teilkasko- und Vollkasko-Versicherungen stellen einen Zusatzschutz dar.

Die Teilkasko springt bei Schäden ein, die durch äußere Einflüsse verursacht werden. Dazu zählen in der Regel etwa Hagelschäden oder Wildunfälle.

Bei Vollkasko übernehmen die Versicherungen zumeist auch Schäden am Fahrzeug, die der Halter selbst verursacht hat, etwa beim Ausparken oder bei einem Auffahrunfall. Gesetzlich verpflichtend sind aber weder Teilkasko noch Vollkasko.

Auch sollte man beim Wechsel nicht nur auf einen günstigen Preis achten, sondern auch darauf, ob mindestens die gleichen Leistungen oder gar bessere als bei der bestehenden Versicherung gewährt werden.


Hermann Menton GmbH & Co KG, Menton Automobilcenter

Steinschlag

Foto: sz
Foto: sz
REGION (red) - Ein Steinschlag in der Autoscheibe ist schnell passiert. Doch was jetzt – reparieren oder austauschen? Experten geben Tipps zum Vorgehen nach Schäden in der Windschutzscheibe. Split auf der Straße, weg geschleuderte Steinchen aus LKW-Reifen – gerade auf der Autobahn kann man sich schnell einen Steinschlag einfangen.

Wenn der auf den Lack trifft, gibt es „nur" unschöne Macken. Trifft er auf die Scheibe, wird es problematisch. Denn durch Vibrationen kann aus einer kleinen Macke ein großer Riss werden. Was sollten Autofahrer tun? Die Scheibe möglichst wechseln. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) macht Glasbruch hierzulande beinahe drei Viertel aller gemeldeten Kaskoschäden am Pkw aus. Selbst ein kleiner Steinschlag kann zum Beispiel durch Erschütterungen oder Spannungen im Glas, zu einem Riss in der Scheibe führen. Also, nicht zögern, denn ein kompletter Scheibenaustausch ist weitaus aufwendiger als eine Reparatur. Durch spezielles Know-how und modernste Technologie ist die Scheibe sofort wieder einsatzbereit.

Wichtig für Kaskoversicherte: Eine Steinschlagreparatur ist in der Regel kostenfrei, auch bei Selbstbeteiligung. Die Abwicklung mit Ihrer Versicherung übernimmt die Werkstatt. Da immer mehr Autos mit Sensoren wie beispielsweise Regen- und Lichtsensor ausgestattet sind, muss die neue Scheibe mit dem System kompatibel sein. Deshalb immer in der Fachwerkstatt austauschen lassen.

Eine Frontscheibenheizung bietet viele Vorteile und Besitzer älterer Fahrzeuge fragen sich oft, ob man die Frontscheibenheizung einfach nachrüsten kann. Bei manchen Fahrzeugen kann man Glück haben, aber ratsam ist es nicht. Die Frontscheibe am Fahrzeug ist ein Bauteil, das man nicht einfach durch ein anderes ersetzen kann und darf. Selbst wenn es eine Scheibe mit Heizung für das Fahrzeug gibt, darf man diese nicht einfach einbauen lassen. Man muss beim Hersteller abklären, ob der Wechsel erlaubt ist. In der Regel dürfte das kein Problem sein, aber das muss zur Sicherheit abgeklärt werden.

Sobald man eine Scheibe mit den Heizdrähten eingebaut hat, muss man sich um die notwendigen Anschlüsse kümmern. Denn die Frontscheibenheizung muss vorschriftsmäßig angeschlossen werden. Das sollte besser ein Fachmann übernehmen. Die Kosten belaufen sich auf rund 1.000 Euro. Sinnvoll und besser wäre aber eine Standheizung, denn dann ist der Innenraum gleich mit erwärmt.

Head-up-Display

Es gehört wohl zu den spannendsten technischen Entwicklungen der vergangenen Jahre: Das Head-up-Display (kurz „HUD“) macht im Auto einiges möglich.

Dabei ist es natürlich viel mehr als reine Spielerei: Die Technologie soll zur Verkehrssicherheit beitragen, denn sie erlaubt dem Fahrer, stets den Überblick zu behalten.

Als Head-up-Display wird ein System bezeichnet, das Informationen direkt ins Sichtfeld des Fahrers einblenden kann.

Die Idee des Head-up-Displays entstand aus einem einfachen Grund: Das Bedienen eines Fahrzeuges sorgt häufig für eine Ablenkung des Fahrers. Regelmäßig ist es notwendig, den Blick kurz von der Straße abzuwenden und auf dem Instrumentenblock etwas zu überprüfen – beispielsweise die Geschwindigkeit oder auch die Tankanzeige.

Auch für geübte Autofahrer stellt dieser Blick eine kurze Ablenkung dar: Experten gehen davon aus, dass das Ablesen wenigstens eine halbe Sekunde dauert. Bei einem Tempo von 120 Kilometern pro Stunde entspricht das bereits einer Strecke von rund 20 Metern, die quasi blind gefahren werden.

Doch der Blick Richtung Armaturenbrett bedeutet nicht nur eine kurze Ablenkung, er ist auch ermüdend für die Augen.

Getönte Scheiben

Foto: Foliatec Böhm GmbH
Foto: Foliatec Böhm GmbH
Eine professionelle Autoscheibentönung filtert die schädliche UV- Strahlung der Sonne, sorgt für ein angenehmes Innenraumklima und bietet den Insassen im Fond ein angenehm schattiges Plätzchen.

Der Wagen heizt sich im Stand trotz einer Klimaanlage schneller auf. Während der Fahrt verbraucht die Klimaanlage dann viel Kraftstoff. Eine Autoscheibentönung kann die Klimaanlage hier unterstützen. Das eigentliche Problem ist jedoch nicht nur die Hitze sondern die UV Strahlen und das blendende Licht.

Besonders bei Nachtfahrten blendet oft ein hinterher fahrendes Fahrzeug im Rückspiegel. Mit einer Scheibentönung fährt man also viel entspannter und kommt besser an das Ziel. Komplett verboten ist in Deutschland das Bekleben von Windschutzscheibe und vorderen Seitenfenstern. Dadurch soll vor allem sichergestellt werden, dass für andere Verkehrsteilnehmer ein Blickkontakt zum Fahrer möglich ist. Auch das teilweise Bekleben von Scheiben ist klar geregelt. Sogenannte Blendschutzstreifen etwa müssen außerhalb des Sichtbereichs angebracht werden und dürfen laut der Prüforganisation KÜS nicht größer sein als 0,1 Quadratmeter.

Tönen - aber richtig

Scheibenfolien schützen vor grellem Sonnenlicht und neugierigen Blicken. Allerdings sind sie nicht immer ungefährlich. Schnell kommen Fußgänger oder Radfahrer aufgrund mangelnder Sicht unter die Räder. Speziell bei Dunkelheit. Deshalb fordert die Straßenverkehrsordnung freie Sicht.

Im Sommer schützen die Scheibenfolien vor Sonne und Hitze. Trotzdem müssen Sie ausreichend Licht durchlassen. Die Windschutzscheiben müssen mindestens 75 Prozent des Lichts durch lassen. Alle anderen Scheiben mindestens 70 Prozent.

„Verzichten Sie auf Scheibenfolien, die von außen so dunkel wie eine Sonnenbrille wirken“, rät der TÜV Nord. Diese würden weder der Vorschrift noch der Sicherheit der Verkehrsteilnehmer gerecht.

Auch minimal getönte Folien unterschreiten häufig den geforderten Grenzwert. Sie lassen häufig nur etwa 70 Prozent des Lichts durch.

Bei „glasklaren“ Folien liegt der Wert bei 85 Prozent. Dabei ist der Anteil der Fahrzeugscheibe an der Gesamt-Lichtdurchlässigkeit noch nicht berücksichtigt.
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