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SONDERVERÖFFENTLICHUNG: ENERGIEWENDETAGE 2017

12.09.2017 (Aktualisiert 08:30 Uhr)
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Neue Trends auf den Energiewendetagen 2017

Selbst erzeugte Energie via Solar-Cloud auf einem Strom-Konto anlegen

Besitzer einer Photovoltaikanlage möchten heute so viel wie möglich von ihrem selbst erzeugten Strom auch für ihr Zuhause nutzen, statt ihn ins Netz einzuspeisen. Doch die Verfügbarkeit von Sonnenenergie lässt sich nur begrenzt planen. An Sonnentagen wird mehr als genug produziert, nachts oder an regnerischen Tagen dagegen muss kostenpflichtig Strom aus dem Netz bezogen werden. Mit Batteriespeichern, deren Preise in den vergangenen Jahren deutlich gesunken sind, lässt sich der Eigenverbrauchsanteil deutlich steigern. Und mit einem virtuellen Speicher – so die Idee – können hundert Prozent selbst erzeugter Sonnenenergie zuhause genutzt werden.

Wer ein solches Konzept nutzen will, speist überschüssigen Strom aus seiner PV-Anlage nicht mehr wie bisher ins Stromnetz ein. Stattdessen wird kontinuierlich eine Rücklage an ökologisch erzeugten Kilowattstunden auf einem eigenen virtuellen Konto angespart. Sobald die PV-Anlage nicht genügend Strom für den aktuellen Bedarf im Haus erzeugt und auch der Batteriespeicher erschöpft ist, kann der Nutzer ganz praktisch den Strom beziehen, den er zuvor in der sogenannten Solar-Cloud angelegt hat. Martin Schmidt, Energieexperte beim Verbraucherportal Ratgeberzentrale.de, erklärt: „Dank dieses virtuellen Speichers können Hausbesitzer mit Photovoltaikanlagen mehr Unabhängigkeit erhalten und langfristig die Energiekosten im Haushalt senken.“

Vor allem in den Sommermonaten können private Solaranlagenbetreiber auf ihrem Konto kontinuierlich eine Rücklage an Kilowattstunden aus ökologischer Eigenerzeugung anlegen. Den angesparten Vorrat kann man in den Wintermonaten oder auch erst Jahre später nutzen. Um unterm Strich eine komplette Deckung des Strombedarfs zu erreichen, muss die Solaranlage so ausgelegt sein, dass sie übers Jahr gesehen den Jahresstromverbrauch des Haushalts zu 100 Prozent abdeckt. Mehr Informationen dazu gibt es beispielsweise unter www.eonsolar.de. Künftig ist auch die Übertragung von Stromguthaben denkbar, beispielsweise für eine eigene Ferienwohnung. Auch die Integration von Elektroautos als zusätzliche Speicher für Zuhause ist möglich. (djd)
www.eonsolar.de

Die E-Mobilität ist endlich da

Kupfer spielt beim Öko-Umstieg eine Hauptrolle

Durch die umweltschonende Antriebstechnik ist in Elektroautos und Hybridfahrzeugen mehr Kupfer verbaut als in konventionellen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. FOTO: DJD/DEUTSCHES KUPFERINSTITUT/SHUTTERSTOCK
Durch die umweltschonende Antriebstechnik ist in Elektroautos und Hybridfahrzeugen mehr Kupfer verbaut als in konventionellen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor. FOTO: DJD/DEUTSCHES KUPFERINSTITUT/SHUTTERSTOCK
E-Mobilität ist längst keine Zukunftsmusik mehr. Die Reichweiten reiner Elektrofahrzeuge verbessern sich, und Hybridfahrzeuge sind eine zunehmend attraktive Alternative zum „Stromer“ oder zum benzin- oder dieselgetriebenen Fahrzeug. Zugleich wird das Netz an E-Tankstellen weiter ausgebaut. Wer eine Photovoltaikanlage auf dem Hausdach hat, der kann seine eigene E-Tankstelle einrichten und die Quote des PV-Strom-Eigenverbrauchs verbessern. Ein wichtiger Faktor für den Fortschritt der sauberen E-Mobilität ist der Werkstoff Kupfer. Denn überall wo Strom erzeugt, geleitet oder in Kraft umgewandelt wird, spielt das rote Metall eine Hauptrolle.

Das Herzstück von Elektromotoren ist die Wicklung aus Kupferdraht. Elektrofahrzeuge haben daher einen deutlich höheren Kupferanteil als solche mit konventionellem Verbrennungsmotor. Laut dem Deutschen Kupferinstitut enthält ein herkömmliches Auto aktuell rund 25 Kilogramm Kupfer und Kupferlegierungen. Bei einem Hybridfahrzeug sind es im Schnitt bereits über 43 Kilogramm, beim reinen E-Auto knapp 70 Kilogramm. Den größten Kupfer-Hunger haben Plugin-Hybride mit durchschnittlich mehr als 73 Kilogramm. Mehr Infos zur Rolle von Kupfer bei den erneuerbaren Energien und der E-Mobilität unter www.copperalliance.de.

Doch Kupfer spielt nicht nur in der Antriebstechnologie eine wichtige Rolle. Bei elektrifizierten Fahrzeugen kommen neue Komponenten hinzu, zum Beispiel ein Hochvoltbordnetz, die Leistungselektronik und der Speicher für die Antriebsenergie. Die Lithium-Ionen-Akkumulatoren beispielsweise bestehen zu rund 18 Prozent aus Kupfer, da immer eine Kathode aus Aluminium und eine Anode aus Kupfer zum Einsatz kommt. Eine Verknappung von Kupfer steht auch bei einem weitgehenden Umstieg auf E-Fahrzeuge nicht zu befürchten. Laut der United States Geological Survey liegen die zu heutigen Preisen und mit heutiger Technologie wirtschaftlich zu gewinnenden Kupferreserven bei rund 680 Millionen Tonnen. Rechnet man das Kupfer hinzu, das aktuell nur mit höherem wirtschaftlichem Aufwand zu gewinnen wäre, belaufen sich die Reserven sogar auf rund 3000 Millionen Tonnen. Hinzu kommt, dass das Funktionsmetall kein Verbrauchsmaterial ist. Kupfer und Kupferlegierungen lassen sich endlos und ohne Qualitätsverluste recyceln, und die Wiederverwertung, auch als „Urban Mining“ bezeichnet, ist in Deutschland bereits die wichtigste Kupferquelle: Der Anteil von Recycling-Kupfer liegt bereits nahe 50 Prozent. (djd)

www.copperalliance.de
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