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SONDERVERÖFFENTLICHUNG: SOMMER SCHLUSS VERKAUF

17.07.2017 (Aktualisiert 08:00 Uhr)
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Jetzt regiert wieder der Rotstift - Der SSV 2017

Wann ist eigentlich mal kein „Sale“? Die roten Prozent-Zeichen sind aus den Schaufenstern der deutschen Innenstädte kaum mehr wegzudenken.

Seit Wochen locken Händler mit Rabatten von 30 Prozent oder mehr. Zum nahenden Ende der Sommer-Saison verspricht der Einzelhandel noch einmal größere Rabatte. „Der Höhepunkt steht bevor“, heißt es beim Handelsverband HDE. Am 31. Juli startet der offizielle Sommerschlussverkauf (SSV), Ausgabe 2017.

Und da lassen sich in diesem Jahr möglicherweise wirklich gute Schnäppchen machen. Denn die Lager sind voll wie selten. „Wir haben große Überbestände“, sagt Siegfried Jacobs vom Textileinzelhandelsverband BTE. In manchen Geschäften werde daher früher und „etwas massiver" als sonst zum Rotstift gegriffen.

Eigentlich müsste bei vielen Kunden das Geld eigentlich locker sitzen. Der stabile Arbeitsmarkt und niedrige Zinsen brachten die Stimmung der Verbraucher den Marktforschern der GfK zufolge auf das höchste Niveau seit fast 15 Jahren. Je länger die Schlussverkaufs-Aktionen werden, desto mehr lassen sich die Händler einfallen.

Der Verband BTE rät zu einer Art Spannungsbogen mit steigenden Rabatten oder kreativen Aktionen. „Die Gefahr ist, dass sich der Kunde an den Sale gewöhnt“, sagt Siegfried Jacobs. Viele achteten nur noch darauf, ob die Jeans, der Bikini oder das Kleid reduziert seien - und weniger auf die Produktqualität.

Doch Schlussverkauf muss nicht gleich Wühltisch sein. Auch Markenware und Hochpreisiges werden mit teils enormen Rabatten losgeschlagen. Das Berliner Nobelkaufhaus KaDeWe zum Beispiel lockt mit Nachlässen von bis zu 50 Prozent – auch für Mode von Armani oder Dolce & Gabbana.

Trotz vollerer Läden ist der Schlussverkauf für die Textilhändler kein Mega-Geschäft. „Reduziert verkaufen ist immer aus der Not heraus“, meint Jacobs – den Kunden soll’s recht sein. Gerade bei Mode gebe es ein Überangebot auf dem Markt - und alles, was zu viel sei, verkaufe sich nur über den Preis.

Bei einigen Händlern beobachtet der Verband in diesem Jahr daher ein Umdenken. "Sie überlegen, ob sie die Ware lieber über den Winter ins Lager stellen, als sie zu verschenken." Das gelte nicht für das extravagante Stück aus der aktuellen Sommerkollektion. Aber die Shorts, ein klassisch geschnittenes T-Shirt oder ein Polo-Hemd verkaufe sich im nächsten Frühjahr auch noch - dann zwar etwas reduziert, doch immer noch teurer als im "Sale"- Endspurt
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