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Ravensburg

SONDERVERÖFFENTLICHUNG: GARTEN IM ARTEN IM HERBST

30.09.2016 (Aktualisiert 08:00 Uhr)
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Den Garten winterfest machen

Vor dem ersten Frost sollte der Garten auf den Winter vorbereitet sein

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Jetzt hat der Hobbygärtner in seinem Garten noch allerhand zu tun. FOTO: COLOURBOX
REGION (khb) - Wenn sich die kalte Jahreszeit nähert, beginnt für Gartenfreunde der Jahresendspurt: Beete, Rasen und Gehölze müssen sorgsam auf den Winter vorbereitet werden, damit sie gut ins nächste Jahr kommen.

Vor dem ersten Nachtfrost müssen Gartenfreunde alle nicht winterfesten Knollen, wie die von Dahlien, Gladiolen oder Begonien, ausgraben. Sie überwintern im Keller in einer Kiste oder in trockenem Torf. In den Rabatten ist stattdessen Platz für Frühblüher, denn bis zum ersten Frost können Zwiebeln und Knollen gepflanzt werden.

Aber auch andere Pflanzen müssen umsorgt werden. „Alle kranken oder befallenen Gewächse müssen zurückgeschnitten und die Pflanzenteile entsorgt werden“, erklären Garten-Fachleute. Gesunde Stauden dürfen bleiben. Die oberirdischen Pflanzenteile sind zum einen wunderschön anzusehen, wenn sie mit Reif überzogen sind. Zum anderen schützen sie den Wurzelbereich und damit das Herz der Stauden vor Frost. Außerdem können die Halme für Insekten als Winterquartier und ihre Samen Vögeln als Futter dienen.

Vor dem ersten Frost sollten auch die meisten Kübelpflanzen ins Winterquartier gebracht werden. Besonders exotische Pflanzen müssen unbedingt nach drinnen.

Gelegentlich gießen


Immergrüne Gehölze im Topf, die im Freien bleiben, sollten Hobbygärtner am besten in den Schatten stellen. Denn scheint die Sonne auf sie, versuchen sie Wasser aus dem Boden zu ziehen. Da der aber gefroren ist, verdursten die Pflanzen. Der Bund deutscher Baumschulen rät daher, an frostfreien Tagen gelegentlich zu gießen. Winterschäden seien oft Trockenschäden. Pflanzen im Gartenboden drohen diese nicht, sie können mit ihren Wurzeln Wasser aus tieferen Bodenschichten aufnehmen.

Wann der Rasen zum letzten Mal geschnitten wird, hängt von der Witterung ab. Solange es nachts nicht zu kalt wird, wächst auch das Gras und der Rasen muss regelmäßig gestutzt werden. Doch vor dem ersten Frost sollte der Rasen möglichst schon winterfest sein. Wichtig beim letzten Mähen ist die richtige Höhe. Man sollte den Rasen rund einen halben Zentimeter kürzer schneiden als sonst üblich. Empfehlenswert ist eine Länge von etwa vier Zentimetern. Lässt man den Rasen zu lang, drückt der Schnee im Winter die einzelnen Grashalme nieder. In dem platt gedrückten Gras könnten sich dann Pilze und Krankheiten ausbreiten.

Im Nutzgarten geht es zeitgleich an die letzte Kräuterernte. Damit werden Lavendel, Salbei und Oregano auch gleich zurückgeschnitten. Tomaten können noch bis zum Frost geerntet werden. Kohl, Schwarzwurzeln und Wurzelpetersilie bleiben sogar noch ein paar Wochen länger im Beet. „Auf frei werdenden Flächen können Radieschen und Feldsalat gesät werden“, schlagen Gartenexperten vor. Alternativ wird Gründünger oder eine Mulchschicht aus Ernterückständen ausgebracht, dann darf der Boden im Nutz- als auch im Ziergarten ruhen.

Umgraben ist tabu


Kunstdünger und Umgraben sind jetzt tabu. Dadurch würden der natürliche Aufbau und das Leben im Boden gestört oder gar zerstört, so Fachleute. Denn damit Asseln, Würmer und Bakterien den Humus zu Stoffen verwerten können, die wiederum die Pflanzen aufnehmen können, brauchen sie Lebensbedingungen, die sie nur in einer bestimmten Bodentiefe vorfinden. Außerdem würden beim Umgraben unerwünschte Unkrautsamen an die Oberfläche gebracht.

Das gesunde Laub von Bäumen ist auf den Beeten eine geschätzte Mulchschicht. „Aber das gilt nicht für alle Laubarten“, warnen Garten-Fachleute. Die Blätter von Walnuss oder Eiche sollten entfernt werden, weil sie schlecht verrotten. Als Langzeitdünger für Heidelbeeren und Rhododendren hingegen sind sie willkommen.

Laub muss vom Rasen


Auch vom Rasen sollte Laub regelmäßig entfernt werden. Denn unter welkem Laub kann sich Feuchtigkeit sammeln, die den idealen Nährboden für Pilze und Schimmel schaffen.

Haben die Gehölze ihr Laub komplett verloren, ist der Blick frei auf ihr Astwerk. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um abgestorbene oder kranke Äste und Zweige zu entfernen. Auch sollten nun alle groben Gartenarbeiten wie das Fällen von Bäumen erledigt werden. „Jetzt macht man im Garten wenig kaputt. Bei robusten Gehölzen kann auch etwas zurück geschnitten werden. Der Hauptschnitt sollte jedoch in den ausklingenden Winter verlegt werden. Sonst ist die Gefahr groß, dass der Frost tief in das Holz eindringt und es schädigt“, so der Experten-Rat.

Rund um Rosen wird Erde oder Mutterboden so angehäuft, dass die empfindlichen Veredelungsstellen am Kronenansatz gut bedeckt sind. Die Krone der Hochstammrosen bekommt einen Mantel aus Jute, Sackleinen oder Vlies, aber keinesfalls aus Folie. Gefäße mit winterharten Kübelpflanzen können aber in Noppenfolie gehüllt werden.

Und noch ein Tipp: Nicht nur Bäume und Blumen müssen vor der Kälte geschützt werden. Ebenso wichtig ist es, sämtliche Wasserleitungen, die nach draußen führen, abzudrehen. Bei starkem Frost könnte sonst die Leitung platzen. Auch aus Regentonnen und gegebenenfalls Springbrunnen muss unbedingt das Wasser abgelassen werden, um Frostschäden zu vermeiden.

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Gerhard Diez